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Vorverkaufsaktion fürs Görlitzer Sommertheater am 1. Mai von 14 bis 17 Uhr

30. April Veröffentlicht von

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Erster Mai – und das Theater ist dabei: Unter dem Motto „Einfach zahlen, doppelt erleben” und mit einem lockeren Familienprogramm mit Musik startet das Görlitzer Theater am Dienstag von 14 bis 17 Uhr auf dem Theatervorplatz den Vorverkauf fürs Görlitzer Sommertheater.

Hauptakteur wird der stadtbekannte Bariton Hans-Peter Struppe. Er wird einerseits kostenlose Programmhefte verteilen, andererseits eine Stunde lang als Entertainer einige Lieder und Gags anbieten. Auch Theaterschlosser Gregor Kondziela, der Herr der unterirdischen Bühnenhydraulik, wird mit seinem Oldtimer-Motorradgespann (Szenenfoto: Nikolai Schmidt) dabei sein, um vor allem junge Gäste kostenlos ein- oder zweimal rund ums Karree kutschieren.

Und es gibt natürlich am eigens aufgestellten Kassenhäuschen Tickets: Einmalig jeweils zwei Karten zum Preis von einer – für die Wiederaufnahme von »Im Weißen Rössl«, der weltweit erfolgreichen Revueoperette von Ralph Benatzky, die vom 29. Juni bis 21. Juli an acht Abenden im Hof der Landskron-Brau-Manufaktor gespielt wird.

THEATER GÖRLITZ (Vorplatz)
Di., 01.05.2012, 14 bis 17 Uhr
Karten-Telefon: (0381) 474747

Alle Sommertermine: www.g-h-t.de/de/Sommertheater/

 


Landrat Lange übernimmt Schirmherrschaft über Theatertreffen

27. April Veröffentlicht von

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Der Görlitzer Landrat Bernd Lange (CDU / Foto: Landratsamt Görlitz) übernimmt die Schirmherrschaft über das 7. Sächsische Theatertreffen, das vom 6. bis 13. Mai am Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau unter dem Titel “Vor Sonnenaufgang” stattfindet und sich dem Thema “Gerhart Hauptmann und das soziale Drama” widmet. “Die Schirmherrschaft über das 7. Sächsische Theatertreffen habe ich gern übernommen. Dieses Theatertreffen an der Neiße ist eine Ehre für den Landkreis Görlitz, eine Würdigung des Namenspatrons Gerhart Hauptmann und für uns auch Verpflichtung, langfristig Theater in Hauptmanns Sinne anzubieten. Eine besondere Freude ist es mir, dass erstmals drei polnische Gastspiele eingebunden sind”, erklärte Landrat Bernd Lange.

Das Treffen wird vom Landesverband Sachsen im Deutschen Bühnenverein ausgerichtet und von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördert und würdigt Hauptmann pünktlich zum 150. Geburtstag und zum hundertsten Jubiläum seines Nobelpreisempfangs. An beiden Theaterhäusern des Gerhart Hauptmann-Theaters stellen elf sächsische und drei polnische Theaterensembles ihre eigens delegierten oder eingeladenen Produktionen in über zwanzig Theateraufführungen vor – oft mit extra zum Thema erschaffenen Inszenierungen.

Sechs Theaterproduktionen setzen sich direkt mit Hauptmann auseinander, darunter auch die Görlitzer Premiere der »Winterballade« durch das Zittauer Schauspiel. Das Görlitzer Theater spendiert gleich zum offiziellen Startschuss am 6. Mai 2012 (15 Uhr) die Uraufführung von “DroodGame oder Das Jahrhundert-Spiel” nach Charles Dickens. Zeitgleich läuft in Zittau “Von Mäuse und Menschen” von John Steinbeck.

Dort wartet am Sonntagabend die Eröffnungsparty: Ab 20 Uhr geht es mit »Lieber Gerhart – eine Geburtstagsfeier« richtig los. Dabei verwandelt sich das ganze Zittauer Theater in eine Schatztruhe, in der es überall etwas über das Geburtstagskind zu entdecken gibt. Dabei sind erstmals alle Sparten des GHT gemeinsam beteiligt, das ganze Haus wird szenisch belebt, ehe der Abend in eine der typischen Zittauer Partynächte mündet.


Poetisch-bizarre Irrwelten

26. April Veröffentlicht von

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»Die Zimtläden« ist eine Hommage an eine beeindruckende Persönlichkeit: Bruno Schulz, vor 120 Jahren geboren, zählt zu den großen Avantgardisten der polnischen Literatur.

In seinem Prosawerk dreht sich alles um ein ungleiches Viergestirn von Figuren, beginnend mit Jakub, einem Kaufmann, der sich immer stärker aus der Realität in seine Phantasiewelt zurückzieht. Hinzu kommen seine Frau, die versucht, die Familie vor dem Ruin zu bewahren, und der Sohn Bruno. Der Familie widerfahren merkwürdige Ereignisse, sogar Menschen verschwinden. Als letztes stößt dann das Dienstmädchen Adela hinzu, das nun mit den Zuschauern versucht, die rätselhaften Vorgänge zu ergründen.

Die atemberaubende Bruno-Schulz-Dramatisierung am GHT Zittau bietet zwei neue Genußchancen: am Fr., 27. April 2012 (19:30 Uhr) und am Do., 10. Mai 2012 (22:00 Uhr)

Zwei Auszüge aus den Pressekritiken:

»So kann nur ein Kind die Welt sehen, so wild und überwältigend. Trotz der surrealen Elemente hat die Sprache etwas beruhigend Alltägliches. Zwar geht es über weite Strecken um den fortschreitenden Wahnsinn des Vaters, doch wird dies eingebettet in die Schilderungen eines ganz normalen Familienlebens in einer galizischen Kleinstadt. « Johanna Lemke, Sächsische Zeitung, 23.01.2012

»Dem polnischen Regisseur Bogdan Koca gelingt es in seiner Inszenierung, Schulz’ düstere Sprachbilder auch szenisch einzufangen. Die unmittelbare Nähe zum Geschehen auf der Drehbühne hinter dem Theatervorhang schafft eine atmosphärische Kulisse, die den Zuschauer förmlich in die geheimnisvoll surreale Welt dieser Kaufmannsfamilie hineinzieht …« Nicole Laube Hochschulzeitung »ad rem«, 25.01.2012

Komplette Mediennachlese: www.g-h-t.de/de/Presse/


Gänsehauttheater von Oscarpreisträger

25. April Veröffentlicht von

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Brutal, faszinierend, komisch: »Danny and the Deep Blue Sea«, das am kommenden Wochenende im Görlitzer Apollo gastiert, ist ein Theaterstück, das man nicht so schnell vergisst. John-Patrick Shanley, der für das Drehbuch zum Film »Mondsüchtig« einen Oscar gewann, erschuf die Geschichte zweier New Yorker Außenseiter so realitätsnah, dass es beängstigend wirkt. Die Berliner Produktion wurde nun vom Gewinner des Deutschen Filmpreises, Andreas Schmidt, inszeniert. In den Hauptrollen sind Alessija Lause, die unter anderem schon in »Inglourious Basterds« zu sehen war, und Nikolaus Szentmiklosi zu sehen.

Danny, “das Biest” genannt, ein brutaler Schlägertyp, und Roberta, süchtig nach Schmerz und unfähig, sich um ihren behinderten Sohn zu kümmern, begegnen einander in einer Bar in der New Yorker Bronx. Beide stehen am Abgrund, sind unsympathische Zeitgenossen und es fehlt ihnen an Liebe. Schmerz, Verzweiflung und doch auch immer herzzerreißend komische Momente kennzeichnen die Beziehung, die sich zwischen beiden entspinnt. Dabei gibt es kein gut und böse, nicht die Schöne und das Biest, keiner bessert den anderen. Doch sie geben einander ein Stück Hoffnung zurück, und steuern schließlich auf ein unvorhersehbares Finale zu.

Pulitzerpreisträger John Patrick Shanley nannte sein Stück einmal »Apache dance«: ein gewaltvoller Tanz zwischen Mann und Frau, von dem man nicht weiß, wie er ausgeht. Andreas Schmidt und seine Darsteller setzen diesen Tanz mit allen Höhen und Tiefen ungeschönt und emotionsgeladen um. Dabei wird das Stück in der englischen Originalfassung aufgeführt, was es noch authentischer wirken lässt, und eine Herausforderung an die Schauspieler darstellt, welche diese bravurös meistern.

APOLLO GÖRLITZ
Fr., 27. April 2012, 19:30 Uhr
Sa., 28. April 2012, 19:30 Uhr

»Danny and the Deep Blue Sea«
Theaterkömödie von John-Patrick Shanley

Regie: Andreas Schmidt (»Sommer vorm Balkon«)
Musik: David Gärtner
Bühnenbild: Anja Wegener

Roberta: Alessija Lause (»Hanna«, »Inglourious Basterds«)
Danny: Nikolaus Szentmiklosi (»Die Möwe«, »Flhip Flhop«)