Archiv

» Aktuelle Artikel anzeigen

AndreaSanguineti-Goerlitz

“Eine Oper, die Sehnsüchte weckt”: GMD Andrea Sanguineti über »Die tote Stadt«

30. März Veröffentlicht von

In zwei Wochen feiert die Oper “Die tote Stadt” bei uns in Görlitz Premiere. Dirigent Andrea Sanguineti stand uns vorab Rede und Antwort!

Über die Musik: »„Die tote Stadt“ ist eine Oper, die Sehnsüchte erweckt, besonders die Sehnsucht nach der Vergangenheit, sie besitzt eine große Dekadenz. Musikalisch ist auch ein Vergleich mit Mahler möglich – hätte Mahler Opern komponiert, hätten sie vermutlich ähnlich geklungen.«

Über die Herausforderungen des Werkes: »Das Stück ist für uns eine riesige Herausforderung, da das Orchester besonders im ersten Teil kaum einen Moment Ruhe hat. Für die Solisten gilt dies auch, besonders die beiden Hauptpartien Paul und Marietta sind wahrhafte Grenzpartien, die die Sänger sehr fordern.«

Über Komponist Erich Wolfgang Korngold: »Korngold hat in seinen jungen Jahren klassische Werke geschrieben, sich dann aber der Filmmusik zugewandt. Es ist schade, dass er nicht bei der “seriösen“ Musik geblieben ist, dann wäre er heute sicher wesentlich bekannter.«

 

 

 

 


offenetuer-020657_Saal_NSchmidt

FSJ am Theater!

27. März Veröffentlicht von

Junge Erwachsene aus der Region mit Theaterinteresse haben ab September 2015 wieder die Chance, am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz und erstmals auch in Zittau ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich Kultur zu absolvieren.  Ein Jahr lang können die Freiwilligen neue Erfahrungen sammeln und verschiedene Arbeitsfelder des Theaters kennenlernen.

Interessenten senden Ihre Bewerbung an: Gerhart Hauptmann-Theater, z.Hd. Philipp Bormann, Demianiplatz 2, 02826 Görlitz; oder per Mail an: p.bormann@g-h-t.de


offenetuer-020971_Vorhang_NSchmidt

Welttheatertag 2015

26. März Veröffentlicht von

Am Freitag, 27.03., ist Welttheatertag! Diesen Anlass feiern wir, mit den Vorstellungen »AQUA« (in Görlitz) und »Der Tod und das Mädchen« (in Zittau). Außerdem gibt es in Zittau im Anschluss an die Vorstellung eine Welttheatertags-Party!

Jedes Jahr wird zum Welttheatertag eine Botschaft eines international bedeutsamen Theaterkünstlers veröffentlicht, in diesem Jahr kommt die Botschaft vom polnischen Regisseur Krzysztof Warlikowski:

»Die Meister des Theaters sind fernab des Theaters, haben mit dem Theater als einer Reproduktionsmaschine von Klischees und Konventionen nichts zu schaffen. Ihnen gelingt es, die pulsierenden Quellen und die lebendigen Zeitströme zu entdecken, die um die Theaterräume eher einen Bogen machen, auch um die vielen Menschen dort, die sich tagtäglich mit dem Nachahmen irgendwelcher Welten abmühen. Wir ahmen nach, reproduzieren, statt eigene Welten zu schaffen, innezuhalten, den Impulsen aus dem Dialog mit dem Publikum nachzugehen, den verborgenen Affekten nachzuspüren, die am besten vom Theater aufgedeckt werden können.
Meine Wegweiser finde ich zumeist in der Prosa, sie begleiten mich ständig. Es sind Schriftsteller, die vor einem Jahrhundert prophetisch, doch nüchtern den Niedergang der europäischen Götter beschrieben haben; einen Niedergang, der unsere Zivilisation in eine bis heute nicht aufgehellte Dämmerung zurückgeworfen hat. Ich denke an Franz Kafka, Thomas Mann oder Marcel Proust und mit Blick auf die Gegenwart an John Maxwell Coetzee.

Gemeinsam ist ihnen das Gefühl des unentrinnbaren Weltendes, nicht unseres Planeten, sondern der Auflösung eines Modells der zwischenmenschlichen Beziehungen, ihrer tradierten Ordnung und Werte, das Infragestellen der ausgefochtenen Revolten – ein Gefühl, das auch uns heute zunehmend bedrängt. Uns, obwohl wir das Ende der Welt hinter uns haben.

Angesichts der Morde und Konflikte, die an immer mehr Orten entbrennen – und das mit einer Geschwindigkeit, der sogar die allgegenwärtigen Medien mit ihrer täglichen Berichterstattung nicht standhalten können – die, kaum benannt, schon wieder langweilig werden, um spurlos aus den Tagesnachrichten zu verschwinden, sind wir machtlos, entsetzt, fühlen uns umzingelt.

Für den Bau von Türmen reicht es nicht mehr und die Mauern, die wir so hartnäckig errichten, bieten uns keinen Schutz. Im Gegenteil. Wir sind es, die unsere Mauern beschützen, intakt und dicht halten müssen; der Großteil unserer Energie geht dabei drauf. Es fehlt dann die Kraft, die Welt hinter dem Tor, hinter den Mauern wahrzunehmen. Und gerade das ist es doch, was Theater ausmacht, hier liegt seine Kraft.
Dort hinzusehen, wo das Hinsehen verboten ist.

„Die Sage versucht das Unerklärliche zu erklären. Da sie aus einem Wahrheitsgrund kommt, muss sie wieder im Unerklärlichen enden.” schreibt Kafka über den Mythos von Prometheus. Der Gedanke ist sehr aufschlussreich in Bezug auf das Theater, wie es aus meiner Sicht sein sollte. Genau solch ein Theater, das in der Tiefe der Wahrheit seinen Anfang und im Unerklärlichen sein Ende findet, wünsche ich von Herzen all seinen Arbeitern, denen auf der Bühne und denen im Zuschauerraum.«
Krzysztof Warlikowski

Übersetzung aus dem Polnischen: Ewa Strózczyñska-Wille

 

 


Vorfreude auf die Sommertheater-Saison!

5. März Veröffentlicht von

Am 25.03. startet unser Vorverkauf für das Sommertheater! Bis dahin gibt es aber schon einen Vor-Vorverkaufsrabatt von 20 % auf Karten für die Gastspiele auf der Waldbühne Jonsdorf (begrenztes Kontigent). Diese Gäste erwarten uns:

 

18.08.: Tom Pauls: »Mit 80 Jahren um die Welt« – Tom Pauls geht mit Ilse Bähnert auf große Reise

mit-80-jahren-um-die-welt-720x479.1047.3113

22.08. Addys Mercedes: Die Sängerin bringt kubanisches Flair auf die Waldbühne!

preview2DSC_2876-30cm

23.08.: AIDA – Für Opernfans!

aida

28.08. Kabarett Herkuleskeule Dresden

 

7351101564_aac79cb992_k

29.08.:»Das singende klingende Bäumchen« – Das Kult-Märchen!

singendes bäumchen

30.08. Die Bierhähne

bierhähne

04.09. Olaf Schubert

Olaf Schubert "Meine KŠmpfe"

06.09. Die Hexe Baba Jaga

baba3_geschichte