Archiv

» Aktuelle Artikel anzeigen

Banner_Turangalila

Vorschau: Die Neue Lausitzer Philharmonie spielt Olivier Messiaens »Turangalîla-Sinfonie«

23. Juni Veröffentlicht von

Im Herbst 2015 widmet sich die Neue Lausitzer Philharmonie unter Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti einem Werk der Neuen Musik, das den üblichen Rahmen ihrer Philharmonischen Konzertreihe sprengt: Olivier Messiaens Turangalîla-Sinfonie. Damit leistet das Orchester einen bedeutsamen Beitrag zur Beschäftigung mit dem Schaffen des französischen Komponisten, der 1940 neun Monate lang in einem Kriegsgefangenenlager im damaligen Görlitz-Moys (heute: Zgorzelec-Urzad) inhaftiert war.

Hymne an die Freude

Olivier Messiaen komponierte die »Turangalîla-Sinfonie« für Soloklavier, Ondes Martenot und großes Orchester im Auftrag von Sergej Kussewitzky für das Boston Symphony Orchestra, welche am 2. Dezember 1949 unter der Leitung von Leonard Bernstein uraufgeführt wurde. Die zehnteilige Sinfonie gehört zu den suggestivsten Werken des Komponisten und mittlerweile – nach mehr als 300 Aufführungen – zum Standardrepertoire großer Orchester. Musikalisch changiert Messiaen zwischen  Extremen: Süßlicher Hollywoodsound trifft auf bruistische Härte. Dabei zeigt er sich in diesem Kollossal-Werk als Meister im Jonglieren mit Rhythmus, Klang und Farben: Eine Musik, die sehr reich an unterschiedlichsten Klangwelten ist: mal wechseln sich ruhige, melodische Passagen mit schnellen, rhythmischen ab; mal ist die Tonsprache exotisch gefärbt nach Art balinesischer Gamelan-Orchester; mal imitiert das Soloklavier Vogelstimmen. Ein besonderes Kolorit wird durch die Ondes Martenot erreicht, die eine erstaunliche Bandbreite vom zartesten Piano bis zum durchdringenden Sirenenton besitzt. Mit diesen Mitteln beschwört Messiaen ein Fantasie-Indien voller überbordender Euphorie und hemmungsloser Sinnlichkeit herauf.

Der Name „Turangalîla“ stammt aus dem Sanskrit und wurde sowohl des Klangs als auch seiner Bedeutung wegen ausgewählt. Zusammen bringen die beiden Worthälften die überfließende Energie der Musik und Messiaens Faszination von Zeit und Rhythmus zum Ausdruck: „Turanga“ hat sinngemäß die selbe Bedeutung wie unser Wort „Tempo“, während „lîla“ „Lebenskraft, das Spiel der Schöpfung, Rhythmus und Bewegung“ bedeutet.

Wie alle seine Stücke basiert auch die scheinbar im Rausch geschriebene »Turangalîla-Sinfonie« auf einer rational disziplinierten Arbeitsweise und bietet einen Überblick über die kompositionstechnischen Neuerungen, die Messiaen bis Mitte der vierziger Jahre entwickelt und systematisiert hat. Hier ist es vor allem der Rhythmus , der sich nun vollends von seiner traditionellen Funktion als Stütze melodischer Abläufe emanzipiert und selbst die barbarische Kraft von Strawinskys »Sacre du printemps« in den Schatten stellt.

 


Geheime Freunde

Jungs für TheaterJugendClub gesucht!

9. Juni Veröffentlicht von

In der kommenden Spielzeit wird der TheaterJugendClub Zittau das Stück »Krabat« von Otfried Preußler erarbeiten. Wieder einmal werden dann Schauspieler und Jugendliche gemeinsam auf der Bühne stehen. Dafür werden noch Jungen und junge Männer zwischen 14 und 21 Jahren gesucht!

Die Proben beginnen ab September, Interessenten können sich aber schon jetzt melden: Tel.: 03583 770558

Mail: theaterpaedagogik-zittau@g-h-t.de

Wir freuen uns auf Euch!


orchester

Musikschüler spielen im Philharmonischen Konzert »Olé«

3. Juni Veröffentlicht von

Zwölf Musikschüler zwischen 15 und 18 Jahren haben im kommenden Philharmonischen Konzert »Olé« die Chance, gemeinsam mit den Musikern der Neuen Lausitzer Philharmonie auf der Bühne zu stehen. Die Schüler sind Mitglieder im Deutsch-Polnischen Jugendsinfonieorchester Görlitz/Zgorzelec, für das die Neue Lausitzer Philharmonie eine Orchesterpatenschaft im Rahmen der Initiative »Tutti pro« übernommen hat. Die Schüler und die Profimusiker spielen gemeinsam den Danzón No. 2 des mexikanischen Komponisten Arturo Márquez.

 

Mehr über »Tutti pro«:

TUTTI PRO ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) mit der Jeunesses Musciales Deutschland (JMD) und dem Verband deutscher Musikschulen (VdM). Ziel der Initiative ist die Zusammenführung von Berufsorchestern und Jugendorchestern. Im Rahmen einer Patenschaft stellt sich das Berufsorchester als Mentor zur Verfügung und gibt den Mitgliedern des Jugendorchesters praktische und theoretische Hilfestellung beim Musizieren im Orchester. Die jungen Musiker bekommen zum Beispiel die Möglichkeit, eine Probe des Berufsorchesters direkt an den Pulten der Musiker mitzuverfolgen. Üblich ist es auch, dass ein Berufsmusiker Registerproben der jungen Musiker leitet, oder dass das Berufsorchester dem Jugendorchester mit Notenmaterial aushilft. Die genaue Ausgestaltung der Patenschaft wird von den kooperierenden Orchestern immer selbst verantwortet. Die Neue Lausitzer Philharmonie lädt das Deutsch-Polnische Jugendsinfonieorchester Görlitz/Zgorzelec erneut zu einem gemeinsamen Konzertauftritt ein.

Die Orchesterpatenschaft zwischen dem Deutsch-Polnischen Jugendsinfonieorchester Görlitz/Zgorzelec und der Neuen Lausitzer Philharmonie wurde 2009 von der Deutschen Orchestervereinigung, der Jeunesses Musicales Deutschland und dem Verband deutscher Musikschulen im Rahmen der Initiative TUTTI PRO anerkannt.