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Sommertheater im Stadthallengarten Görlitz

31. Mai Veröffentlicht von

Am 04. Juni ist es soweit: Die erste Premiere des Sommertheaters im Stadthallengarten Görlitz belebt die Spielstätte neu. Insgesamt vier Produktionen von Anfang Juni bis Ende Juli sind in am historischen Ort zu erleben. Das Gerhart-Hauptmann-Theater präsentiert sich dabei in seiner ganzen Vielseitigkeit: Ob Schauspiel mit der Komödie »Gretchen 89ff.«, Tanz mit den beiden Produktionen »AQUA« und »Romeo und Julia« oder Musiktheater mit der Operette »Die lustige Witwe« in einer halbszenischen Aufführung.

Die Programmübersicht:

»Gretchen 89ff.«: »Warum ein Stück so wird, wie Sie es erleben und oft auch erleiden müssen, liegt an der seligen oder unseligen Kombination von Regie und Schauspiel, zwei von alters her natürlichen Angstgegnern…« Das Aufeinandertreffen dieser beiden Erzfeinde zeigt uns der Autor Lutz Hübner in seiner Komödie »Gretchen 89ff.«. Denn auch am Theater – wie in jedem beruflichen Umfeld – gibt es bestimmte Typen, die einem immer wieder begegnen. Sie alle probieren sich an nichts Geringerem, als an dem Drama schlechthin – Goethes »Faust«. Nachdem das Stück bereits in der vergangenen Spielzeit erfolgreich im Klosterhof Zittau lief, kommt es nun nach Görlitz.

Gretchen 89ff. Komödie von Lutz Hübner Gretchens »Kästchen-Szene« aus Goethes Faust 1, Seite 89 folgende, steht als Freilicht-Produktion auf dem Probenplan. Dabei treffen wir im Zittauer Klosterhof auf Archetypen des Theaters ? Schauspielerinnen, Regisseure, eine Dramaturgin, ein Requisiteur und auch der Hospitant darf nicht fehlen. In aberwitzigen Szenen wird mit Klischees gespielt, die oftmals keine sind? //Foto: Pawel Sosnowski

 

»Die lustige Witwe«: Die beliebte Tanzoperette, die seit 1905 das Publikum begeistert, ist nach zehn Jahren wieder einmal in Görlitz zu erleben. In der halbszenischen Inszenierung im Stadthallengarten steht Franz Lehárs sprudelnde Musik mit Hits wie »Da geh’ ich zu Maxim« und »Lippen schweigen« im Mittelpunkt. »Es ist die beliebteste und bekannteste Operette der Welt,« so Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti, der die musikalische Einstudierung leitet und im Wechsel mit Ulrich Kern am Pult stehen wird.

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»AQUA«: Es ist das Erfolgsstück der GHT-Tanzcompany: »AQUA«. Nun gibt es für alle Fans der Wasser-Kunst-Show die Gelegenheit, die Inszenierung open air noch einmal ganz neu zu erleben.

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»Romeo und Julia«: Es ist die Liebesgeschichte schlechthin – gleichzeitig die Geschichte über verbotene Liebe. Liebe, verdammt durch blindes Festhalten an Traditionen von Hass und Feindschaft, deren Ursprünge längst vergessen wurden. Die Geschichte zweier verschiedener, sich nach ihrer gemeinsamen Liebe sehnender Seelen, bei dem unmöglichen Versuch, zueinander zu finden und sich aus unvereinbaren Räumen zu verbinden. Die GHT-Tanzcompany zeigt ihre ganz eigene Version der weltberühmten Geschichte.

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Außerdem wird es im Stadthallengarten weitere Programmpunkte, wie Frühschoppen und ein Gastspiel der Kabarettisten »Erik Lehmann und Les Bummms Boys« geben.

 


Das 3LänderSpiel 2016 vom 26. bis 28. Mai in Zittau

13. Mai Veröffentlicht von

J-O-Ś, die internationale Theaterinitiative – benannt nach den drei markanten Bergen des Dreiländerecks Ještěd-Oybin-Śnieżka – feiert Ende Mai ihren jährlichen Höhepunkt mit dem Festival »3LänderSpiel« am Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau. Schirmherrin der Festivalveranstaltung 2016 ist die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau Dr. Eva-Maria Stange.

Mit neuen Programmangeboten und Schauspielbeiträgen aus Polen und Tschechien sowie erstmalig der Ukraine präsentiert sich das Zittauer Theaterfestival einem stetig wachsenden, internationalen Publikum. Ziel ist es, den Theaterbesuchern Schauspielkunst aus anderen Ländern zu eröffnen. Die Darbietungen erfolgen daher in der jeweiligen Landessprache der Gäste.

 

Das Festivalprogramm im Überblick:

 

Donnerstag, 26. Mai

18:00 Uhr: 3LänderSpiel 2016 Eröffnungsveranstaltung

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19:00 Uhr: »Każdemu Everest« (»Jedem sein Everest«)

Das tragische Schicksal von Bergsteigern ist Thema zahlreicher Filme und Bücher. Die Eroberung der höchsten Gipfel ist außerordentlich schön, aber zugleich für den durchschnittlichen Menschen unbegreiflich. Radosław Paczocha versucht in seinem Text dem Everest gegenüberzutreten.

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21:30 Uhr: »LAS« (»Der Wald«)

»Melancholie ist wie eine dichte Decke, sie schützt vor einer hinterhältigen Welt.«

Das Stück »Der Wald« erzählt von einem Mädchen, das sich aus der Liste der Wettbewerber austragen hat. Das Monodrama von Angelika Pytel wird inklusive neun Musikstücken in elektronischer Bearbeitung live dargeboten.

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Freitag., 27. Mai

09:00 Uhr: »Der Berggeist«

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10:00-16:30 Uhr: Exkursion mit Alois Nebel ins Zittauer Gebirge

Kleine regionalgeschichtliche Entdeckungsreise mit der Schmalspurbahn

Alois Nebel_P.SosnowskiAlois Nebel ist eigentlich Bahnwärter im Altvatergebirge. Nun wird der zum Fremdenführer im Dreiländereck. Eine »Alois Nebel«-Exkursion führt die Teilnehmer mit der Schmalspurbahn ins Zittauer Gebirge. Nebel schickt die Mitreisenden auf die Klosterburg Oybin und gleichzeitig auf eine imaginäre Reise zur Einstimmung auf die Abendvorstellung im Theater.

Reiseverpflegung wird gestellt, wetterfeste und wandertaugliche Bekleidung ist mitzubringen.

11:00 Uhr: »Kot ZEN« (»Die Katze ZEN«)

Die Geschichte erzählt von einer Katze, die sich in einer Welt voller Klänge und Füllwörter nicht zurechtfindet. »Katze ZEN« träumt lieber von der Stille. Die Inszenierung ist eine warmherzige, humorvolle und bildhafte Erzählung, die in einer einfach verständlichen Sprache verfasst wurde und über Musik und mehr berichtet.

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15:00 Uhr: Festival-Café mit dem Görlitzer Caféhaus Quartett

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17:00 Uhr: Lesung mit Jaroslav Rudiš »Nationalstraße«

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Vandam war einer von denen, die es losgetreten haben am 17. November 1989, als in der Prager Altstadt auf der Nationalstraße die samtene Revolution ins Rollen kam, die einige Wochen später das kommunistische Regime hinwegfegte. Damals war Vandam ein junger Polizist, ein Vorstadt-Held oben in der Plattenbausiedlung des neuen Prag. Fünfundzwanzig Jahre später wohnt Vandam immer noch in der Plattenbausiedlung seiner Kindheit. Längst ist er kein Held mehr, sondern ein Verlierer: Wegen Gewaltexzessen aus dem Polizeidienst entfernt, prügelt er sich als einsamer Schläger durch Tage und Nächte und hebt im Fußballstadion regelmäßig die rechte Hand zum Hitlergruß.

19:00 Uhr: »Alois Nebel«

Alois Nebel. Ein Eisenbahnerblues aus dem Altvatergebirge nach der Graphic Novel von Jaroslav Rudi¨ und Jaromír 99 | URAUFFÜHRUNG; Regie: Stefan Wolfram //Foto: Pawel Sosnowski

21:30 Uhr: Theatre of Displaced People Ukraine: »Gefangenschaft.«

Alisa Kovalenko rekonstruiert ihre 2-wöchige Gefangenschaft im Mai 2014 bei den Separatisten in Donezk im Kriegsgebiet im Osten der Ukraine. Zu dieser Zeit war Alisa als Dokumentarfilmerin neun Monate mit den Kämpfern der selbst organisierten Militäreinheit »Rechter Sektor« in den Kriegsgebieten unterwegs. Auf der einen Seite wird im Projekt »Gefangenschaft« neues Filmmaterial aus dieser Zeit benutzt, auf der anderen Seite ist das Projekt ein Versuch, die Gewalt im Krieg, die auch Alisa persönlich erlebte, zu verarbeiten und neu zu durchdenken.

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Samstag, 28. Mai

09:00-11:00 Uhr: Festival-Theaterfrühstück

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11:00 Uhr: Festival-Matinee

Am Klavier begleitet der »Schraubenyeti« die Matinee mit Blick hinter die Festivalkulissen des »3LänderSpiels«.

16:30 Uhr: »Obcy z Mons« (»Die Außerirdischen aus Mons«)

Am 23. August 1914 stießen vereinzelte britische Truppen auf die um einiges mächtigere deutsche Armee. Der Befehl lautete: die Berlin-Offensive zu stoppen und Zeit für die Neugruppierung der französischen Streitkräfte zu gewinnen. Zum Erstaunen aller hielten die Briten den deutschen Vormarsch auf. Als die Niederlage der britischen Truppen festzustehen schien, forderten die Soldaten die Bogenschützen von St. George an. Auf alten Postkarten, inmitten von Schützengräber, kann man in Weiß gehüllte und mit Bögen bewaffnete Gestalten erblicken. In dieser Nacht im August unterstützten die britischen Expeditionsstreitkräfte auch Außerirdische. Und all dies geschah in der belgischen Stadt Mons.

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18:00 Uhr:  »Strasti života« (»Die Mühen des Lebens«)

Vom »Kleinen Theater«, dem Schauspielhaus in Liberec, wird das Werk eines der wohl bekanntesten Dramatiker Israels, Hanoch Levin (1943-1999), aufgeführt.

Thema des Stücks ist die Lebensbilanz eines Mannes, der eines Nachts aufwacht mit dem Gefühl seines sich nahenden Endes. Er weckt also seine Frau, um ihr mitzuteilen, dass er sie verlassen wird. Das, was folgt, ist eine ergreifende Wehklage über das Gefühl eines verschwendeten Lebens, einer Beziehung voll von Traurigkeit, Vorwürfen, Sarkasmus und eigentümlichen Humor.

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20:30 Uhr: »Ja Ciebie też…« (»Ich Dich auch…«)

Das Schauspiel handelt von jungen Schauspielern, ihrem Ehrgeiz und ihren Träumen, ihrer Liebe zum Theater, zu Shakespeare und zu sich selbst. Wie alle jungen Menschen, die sich erst an der Schwelle zu einer Karriere befinden, kämpfen die drei Hauptprotagonisten um ihre Rollen, um die Zukunft und schließlich auch um die Liebe… Aber ein Schauspielengagement kann der berühmte Regisseur nur einem von ihnen geben.

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22:00 Uhr: Festival-Party mit »NANO« aus Prag

NANO ist eine Indie-Elektro-Pop Band aus Prag, im Jahr 2010 gegründet. »NANO«- Auftritte sind bekannt für den kraftvollen Mix aus gitarrenbasierenden und elektronischen Einflüssen sowie ihrem authentischen Klang.

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Sonntag, 29. Mai

12:00-16:00 Uhr: Picknick der Kulturen

Mit einem »Picknick der Kulturen« am tschechischen Ufer des Dreiländerpunktes klingt das Festival 2016 langsam aus. Mitzubringen sind bei Sonnenschein eigene Picknickkörbe und Decken sowie gute Laune. Für kleine und große Entdecker gibt es eine abenteuerliche Flussüberquerung.

 

Alle Gastspiele werde deutschsprachig übertitelt oder simultanübersetzt.

Stückeinführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn auf der Foyer Empore.

 

Ticketpreise: 10,00 Euro/5,00 Euro ermäßigt

Festivalpass: 20,00 Euro/15,00 Euro ermäßigt (für alle Inszenierungen)

Festivalpaket: 44,00 Euro/33,00 Euro ermäßigt (für alle Festivalprogrammpunkte)

Das Festival »3LänderSpiel« wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und den Deutschen Bühnenverein – Landesverband Sachsen. Partner des diesjährigen Festivals ist die Hochschule Zittau/Görlitz.

 


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Crowdfunding für »AQUA« Open Air!

3. Mai Veröffentlicht von

Das Gerhart-Hauptmann-Theater hat eine Crowdfunding-Aktion für die Wiederbelebung des Stadthallengartens Görlitz und das Sommertheater 2016 gestartet. Ziel ist es, bis zum dritten Juni mindestens 3000 Euro zu beschaffen, die in die notwendigen Reparatur- und Umbauarbeiten im Stadthallengarten fließen sollen. Alle Informationen zur Aktion finden sich unter: https://www.startnext.com/sommertheatergoerlitz.

Das Sommertheater startet am 04. Juni mit der Görlitz-Premiere der Komödie »Gretchen 89ff.« und wird bis zum 10. Juli den Stadthallengarten mit Leben füllen. Eine Übersicht über die Vorstellungen findet sich hier: http://www.g-h-t.de/de/Stadthallengarten-Goerlitz/

Wer das Projekt unterstützt geht dabei nicht leer aus – verschiedene „Dankeschöns“ wie eine Führung durch den Stadthallengarten oder Freikarten für das Sommertheater werden angeboten.

Der Förderverein Stadthalle Görlitz e.V. unterstützt die Aktion.