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Dürfen wir vorstellen…

19. April Veröffentlicht von
Daniel Ratthei_(c)privat

Foto: Daniel Ratthei_privat

Ich heiße Daniel Ratthei. Ich bin Autor und habe vom Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau ein Stipendium erhalten ein Stück für den TheaterJugendClub zu schreiben. Vier Monate darf ich hier sein um zu beobachten, zu verstehen und zu dichten.

 

Ein abendfüllendes Stück soll es sein, dass die Besonderheiten und Eigenarten der Region widerspiegelt. Nun denn, vier Monate Zittau. Los geht es!

Gleich am ersten Tag steht Wandern auf dem Programm. Ich hatte vor durch die Innenstadt zu schlendern, aber die Sonne scheint und es zieht mich magisch zur Gebirgskette hin, die ich von meinem Fenster aus sehe. Nur wie hinkommen? Ich laufe einfach der Nase nach, verlaufe mich, stapfe über ein Feld, befinde mich plötzlich in einer Art Gartenkolonie und zwei Männer schauen mich mit Gesichtern an auf denen geschrieben steht: Was will der denn hier??

Dann finde ich doch einen Weg und genau diese Strecke werde ich in den nächsten Wochen noch öfters abgehen, immer dann wenn es nachzudenken gilt, habe mir also am ersten Tag quasi meine Stamm-Wanderstrecke sozialisiert. Die Burg Oybin habe ich an diesem Tag besucht – über den Poetenweg wo ich mich ein wenig, ich gebe es zu, angesprochen fühlte – und natürlich habe ich auch mit der Schmalspurbahn an diesem Tag zum ersten Mal Bekanntschaft gemacht.

Überhaupt die Schmalspurbahn. Es vergeht kein Tag an dem ich sie nicht sehe oder höre. Sie macht ähnlich viel Dampf wie das Kraftwerk Turòw da draußen an der Grenze. Ich denke sofort an einen ersten Arbeitstitel für mein Jugendstück: Schmalspur-Chaoten.

Verwerfe den Gedanken wieder.

Und da wären wir auch schon beim eigentlichen Sinn, wenn ich durch die Stadt laufe, mir die Museen anschaue, die Jugendclub-Probe besuche oder mit verschiedenen Leuten ins Gespräch komme, nämlich die Geschichte zu finden. Ich bin mit nichts Vorgefertigtem nach Zittau gekommen, ich habe kein Stück in der Schublade, ich nehme die Residenz als das wahr, was es sein soll: als Werkstatt.

Inzwischen habe ich Zittau recht gern. Die Stadt wirkt, als habe sie vor einiger Zeit eine schallende Ohrfeige erhalten, als wäre der Abdruck noch sichtbar; und dennoch gibt es die vielen Impulse weiterzumachen, nicht aufzugeben und Neues zu erschaffen. Ich habe mit Sicherheit noch nicht alles gesehen und erlebt, aber ich bin an meiner Aufgabe dran und das ist sehr befriedigend.

Ach ja, wer mich irgendwo umherirren sieht, kann mich gern ansprechen, denn die Geschichte bist DU!


Wichtige Botschaften am Welttheatertag

7. März Veröffentlicht von
Theater (c)Björn Gripinski

Foto: Björn Gripinski

Muttertag, Vatertag, Valentinstag – diese Gedenktage sind allenthalben ein Begriff und bedürfen keiner Erklärung. Aber ein Welttheatertag? Die wenigsten dürften davon überhaupt schon etwas gehört haben, geschweige denn wissen, was es damit auf sich hat.

 

Seit 1961 beteiligen sich Theater weltweit an diesem internationalen Aktionstag, der jährlich am 27. März stattfindet und stellen kreative und unterhaltsame, aber auch nachdenklich stimmende Beiträge auf die Beine um mit derenthalben besonderen Botschaften auch jene zu erreichen, die den Theaterbetrieben gemeinhin lieber fernbleiben.

In diesem Jahr beteiligt sich auch das Gerhart-Hauptmann-Theater mit je einem Programmpunkt an den beiden Häusern in Görlitz und Zittau am Welttheatertag.

Der Görlitzer Theater- und Musikverein etwa lädt am Dienstag, 27. März ab 19:00 Uhr ins Foyer-Café des Theaters und stellt beim Konzert mit dem Duo Iti Hekenu nicht nur irische, englische und spanische Folksongs in den Mittelpunkt, sondern auch ein ganz besonderes Instrument: durch das Sammeln von Spenden ermöglichte der Verein den Neuerwerb einer Harfe. Gespielt von Simone Geyer und unterstützt durch Nicolle Cassels Sopran soll dieses herrliche Instrument im Konzert »Tales & Tonadillas« daran erinnern, welche Hürden durch gemeinsame Anstrengungen erfolgreich genommen werden können.

Das Zittauer Schauspielhaus ermöglicht am selben Tag um 19:30 Uhr Schülern, Auszubildenden und Studenten den Besuch von David Mamets Schauspiel »Oleanna« zum besonders günstigen Eintrittspreis. Seit seiner Uraufführung 1992 regt der brisante Dialog um Macht, Ohnmacht und Political Correctness rund um Universitätsprofessor John, der durch Studentin Carol der sexuellen Übergriffigkeit bezichtigt wird, das Theaterpublikum zu kontroversen Diskussionen an und wird in Zeiten der MeToo-Debatte nicht umsonst als »Stück zur Stunde« gefeiert.

Restkarten für das Konzert »Tales and Tonadillas« können Sie an den Theaterkassen und unter www.g-h-t.de zum Preis von 10 Euro erwerben.

Beim Studententag von »Oleanna« erhalten Schüler, Auszubildende und Studenten gegen Vorlage eines gültigen Ausbildungsnachweises Karten zum Preis von nur fünf Euro. Der reguläre Eintrittspreis beträgt 15,00/ermäßigt 10,00 Euro.


»Cabaret« in Zittau wurde begeistert aufgenommen

14. Februar Veröffentlicht von
Cabaret_(c)Pawel Sosnowski

Foto: Pawel Sosnowski

Nach der erfolgreichen Premiere von »Cabaret« in Zittau, am 09. Februar 2018 wandte sich Frank Peuker voll des Lobes mit einem Leserbrief an die Öffentlichkeit. Den wir an dieser Stelle mit Freude veröffentlichen dürfen: (weiterlesen …)


Gesund – für und durch die Musik

26. Januar Veröffentlicht von

g51_s2_gesundes orchester_(c)Schloß Kapfenburg

Als erstes deutsches Profiorchester erhält die Neue Lausitzer Philharmonie die Zertifizierung »gesundes orchester«. Das ist vor allem dem Engagement einer einzelnen Dame zu verdanken. (weiterlesen …)