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Großartiges Theatervergnügen auf der Waldbühne Jonsdorf

14. August Veröffentlicht von

IMG-20170719-WA0005Am 16. Juli besuchten Asylsuchende aus acht verschiedenen Nationen die Inszenierung “Der König der Schmuggler – Das Geheimnis des Pascherfriedel” auf der Waldbühne Jonsdorf. Hieraufhin erreichte uns dieser Brief, den wir euch nicht vorenthalten wollen.

16.Juli 2017 – Waldbühne Jonsdorf. Wie lange war ich nicht mehr hier? 20 Jahre? 30 Jahre? Egal! Jetzt sitze ich in der dritten Reihe, schaue auf die bewaldeten Felsformationen am hinteren Ende der riesigen Waldbühne, werde erinnert an den Berg Oybin, der ja ganz in der Nähe ist.

Rechts auf der Bühne ein Holzwohnhaus mit offenen äußeren Umgängen zu ebener Erde und im ersten Stock. Darauf verhülltes Inventar – mal sehen, was da passieren wird!

Ebenso beeindruckt und neugierig sind die Mitglieder einer Gruppe von AsylbewerberInnen aus Ebersbach-Neugersdorf und Löbau, die wir begleiten. Ihnen wurde der Besuch dieser Aufführung durch das Gerhart-Hauptmann-Theater ermöglicht.

Inzwischen ist es nur noch eine Viertelstunde bis zum Vorstellungsbeginn und noch immer strömen Menschen herein, wie seit einer Stunde schon, mit vielfältigsten Leckereien und Getränken von den Kiosken. Der riesige Zuschauerraum der Waldbühne ist voll, voll, voll! Wie schön!

Tja, und dann beginnt das Spektakel: Eine Verliebte, der die Energie des zunehmenden Mondes, farbige Federn und OM-„Zaubersprüche“ helfen sollen, den Geliebten ihres Herzens zu gewinnen. Ein echtes kleines Schwein, das zur Freude der Zuschauer über die Bühne wetzt. Jetzt wird`s dramatisch – genau wegen dieses im „Behmischen“ gestohlenen Schweines namens Fryda stürmt eine Gruppe Soldaten mit Kaiser-Wilhelm-Helmen unter lautem Geballer ihrer Gewehre die Bühne und verhaftet einen Schmuggler wegen des Diebstahls dieses Schweins. Damit das nicht noch mal passiert, beginnt im Wald das „personal training“ der Schmuggler, der Pascher, durch einen Fachmann mit chinesischen Kampftechnik-Qualitäten – mit überwältigenden Ergebnissen, wie sich später zeigen wird!

Dann stürmen Pferde mit ihren Reitern über die Bühne, Liebesbeziehungen entwickeln sich, der Gemeinschaftsgeist und Zusammenhalt der armen Leute wird deutlich. „Es sind die Zustände, die uns zu Verbrechern machen“, sagen sie.

Und so entwickelt sich vor uns die Geschichte vom Pascherfriedel – mit so viel Witz, so viel szenischer Abwechslung und Überraschungen, dass viel gelacht wird, wir alle nach einer Stunde begeistert sind und nach jeder Szene anerkennend klatschen!

Und das ebenso am Ende dieser überaus abwechslungsreichen, witzigen, unterhaltsamen Aufführung – Ausdruck unseres Dankes an die Schauspieler, die Regisseurin und alle sonstigen für diesen Erfolg Mitwirkenden!

Begeistert klatschen auch unsere AsylbewerberInnen und ihre Kinder! Vieles konnten sie bereits verstehen und fanden das Stück sehr anschaulich und lustig! Herzlichen Dank an das Theater für diese Möglichkeit und dieses ganz besondere Erlebnis! Das hat die Freude am Deutschlernen beflügelt!

Wie die Geschichte vom Pascherfriedel ausgeht? Schauen Sie es sich selbst an, es lohnt sich!!

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